Unkräuter sind so vielfältig, wie es viele Möglichkeiten gibt, sie zu bekämpfen. Alles, was Sie tun müssen, ist, die verschiedenen Arten von Unkräutern auszureißen, die noch nicht tief verwurzelt sind. Aber für Disteln oder Brennnesseln müssen Sie unbedingt Handschuhe tragen! Das Unkrautjäten vor der Blüte verhindert, dass die Pflanzen Samen produzieren. Balsamin zum Beispiel wirft seine Samen bei der geringsten Berührung von sich weg. Entfernen Sie auch Unkraut, das sich in der Nähe des Teiches befindet. Viele Herbizide stellen eine Gefahr für Wasserorganismen dar und sollten nicht in der Nähe von Gewässern eingesetzt werden. Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten, Unkraut im Garten in Schach zu halten. Wir haben die Top 10 Tipps zur Unkrautbekämpfung für Sie zusammengefasst.

1. Verwenden Sie Unkräuter als Indikatorpflanzen

Brennnesseln und andere Pflanzen verraten uns viel über den Zustand des Bodens in unserem Garten. Richtig interpretiert, können Indikatorpflanzen dem Gärtner sogar bei seiner Arbeit helfen. Widerspenstige Unkräuter wie Hahnenfuß oder Quacksalber wachsen bevorzugt auf verdichteten Böden. Sie weisen darauf hin, dass der Boden besser durchlüftet werden muss. Andere, wie z.B. Sauerampfer, mögen saure Böden – in diesem Fall kann eine Kalkung notwendig sein. Wer die Beschaffenheit des Standorts kennt, kann sich davon inspirieren lassen: Vogelmiere weist auf einen humus- und nährstoffreichen Boden hin – in den neuen Gärten ist sie der ideale Ort für Gemüsekulturen.

2. Bewährt und gut: der Fugenschaber

Das Entfernen von Unkraut auf befestigten Flächen mit einem Fugenschaber ist umweltfreundlich. Die Arbeit wird erheblich erleichtert, wenn Sie ein Qualitätswerkzeug mit einem schönen Griff und einer scharfen Klinge verwenden. Entferne Unkraut vor der Blüte, um zu verhindern, dass es sich vermehrt. Unkrautvernichter sind auf Wegen, Einfahrten und Plätzen verboten, solange sie versiegelt sind und nicht für die Gartenarbeit verwendet werden. Es besteht die Befürchtung, dass die Wirkstoffe durch den Abfluss weggespült werden und ins Wasser gelangen.

3. Unkrautjäten: Unbeliebt, aber effektiv

Auf großen Flächen ist das Hacken der effektivste Weg, um Unkraut loszuwerden. Es ist nicht so mühsam, wenn Sie das richtige Werkzeug mit der optimalen Arbeitsbreite haben. Besonders praktisch sind Stecksysteme. Hier benötigen Sie nur einen Griff für verschiedene Hackenmeißel.

  • Regelmäßiges Hacken ist im Gemüsegarten besonders wichtig

Im Gemüsegarten, wo zwischen den Reihen Platz ist oder wo der Boden frei ist, bis die nächste Kultur wächst, unterbricht das Unkrautjäten auch das Kapillarsystem des Bodens an der Oberfläche und reduziert so die Verdunstung aus tieferen Bereichen des Bodens. Das spart Bewässerungswasser – was die alte Gärtnerregel erklärt: “Ein Unkraut spart drei Bewässerungen”.

  • Tipp: Bei trockenem, sonnigem Wetter kannst du das ausgerissene Unkraut als Mulch stehen lassen, solange es noch keine Samen gebildet hat. Er verwelkte sofort.

4. Pfahlwurzeln herausziehen

Pfahlwurzelunkräuter wie Löwenzahn, Kanadadistel, stumpfblättriger Rumex oder Vogelknöterich sollten tief herausgezogen werden, um die Wurzel vollständig zu entfernen. Hierfür gibt es sehr effektive Werkzeuge, die im Stehen einfach zu bedienen sind, zum Beispiel von Fiskars oder Gardena. Wiederholen Sie den Vorgang, wenn das Unkraut nachwächst. Aber auch Schafgarbe im Rasen kann mit einem Unkrautjäter effektiv bekämpft werden, sofern sie früh genug bemerkt wird.

5. Genial und effizient: Mulchen

Unter Bäumen, Rosensträuchern und Sträuchern ist Rindenmulch oder Mulchkompost eine tolle Lösung für Probleme. Eine fünf bis zehn Zentimeter dicke Schicht lässt Unkraut so gut wie keine Chance. Wenn etwas wächst, ist es sehr einfach, es herauszuziehen, weil die Wurzeln keinen Halt finden. Gemulchte Flächen erwärmen sich schneller, der Boden bleibt feucht und locker. Tipp: Rindenmulch und Hackschnitzel behalten bei der Zersetzung Nährstoffe, weshalb es sinnvoll ist, Blumenbeete vor dem Mulchen mit Hornspänen zu düngen.

6. Attraktive grüne Bodenmatte

Bodendecker sind die eleganteste Methode, um Unkraut im Garten zu ersticken. Wo Kulturpflanzen üppig wachsen, kann Unkraut nicht wachsen. Es gibt Bodendecker wie die Goldbrennnessel, die vor allem in schattigeren Bereichen sogar Fetthenne verdrängen.

In Ziergärten sollten Pflanzen wie Efeu, Storchenschnabel, Pachysander, Fingerhut, Immergrün, Maiglöckchen oder Golderdbeere so gepflanzt werden, dass kein offener Boden für Unkraut vorhanden ist. Halten Sie sich an die empfohlenen Pflanzabstände, denn nur so können Zwischenfrüchte optimal wachsen. In der Anfangsphase ist es sinnvoll, die Freiflächen mit Rindenhumus zu bedecken. Tipp: Im Fachhandel gibt es bereits bewurzelte Vegetationsmatten (“Bodendecker als Meterware”), die wie Gras auf einer Rolle verlegt werden.

7. Quackgras und Fetthenne spurlos ausreißen

Wurzelunkräuter wie Quackgras, Fetthenne oder Ackerwinde (Calystegia sepium) sollten immer spurlos ausgerissen werden. Haben sie sich im Staudenbeet ausgebreitet, bleibt meist nichts anderes übrig, als im Frühjahr alle Stauden auszugraben und alle Unkrautwurzeln mit einer Spatengabel aus dem Beet zu entfernen. Anschließend werden die Stauden geteilt, die Unkrautrhizome werden ebenfalls auf das Vorhandensein von Unkrautrhizomen in den Abschnitten überprüft und vor dem Einpflanzen der Pflanzen vorsichtig entfernt. Wenn ein Fragment des Rhizoms im Boden verbleibt, entsteht eine neue Pflanze. Deshalb ist auch die Nachsorge sehr wichtig: Kontrollieren Sie nach der Renovierung das Beet regelmäßig in kurzen Abständen, ob es neues Unkraut gibt und ziehen Sie es sofort heraus.

8. Künstliche Dunkelheit

Blickdichte Folien, synthetische Tücher oder Mulchpapier unterdrücken nicht nur Unkraut, sondern speichern auch Wärme für das Pflanzenwachstum.

Versorgen Sie das Beet nach der Bodenbearbeitung mit einer ausreichenden Dosis langanhaltendem Dünger und legen Sie die Mulchfolie flach darauf. Um sie dann zu befestigen, bedecken Sie die Folie an den Seiten mit Erde und machen Sie Querschnitte von drei bis fünf Zentimetern für Gemüsepflanzen oder Erdbeeren. Da Kunststofffolien nicht umweltgerecht zu entsorgen sind, verwenden Sie nur wiederverwendbare Webmaterialien oder kompostierbare Folien.

9. Hitze statt Sprühgerät

Auf Wegen und Gehwegen ist der Einsatz eines Flammen- oder Infrarotgeräts eine gute Lösung. Die Verwendung ist ungiftig, aber aufgrund des Einsatzes von Gas und der Brandgefahr ist auch diese Art des Unkrautjätens nicht unumstritten. Verwenden Sie solche Geräte daher nur auf befestigten oder geschotterten Flächen und halten Sie sich von mit trockenem Gras bedeckten Böschungen fern.

Unkraut, das in Pflasterfugen wächst, können Sie in Wegen und Einfahrten verbrennen oder, wie hier, mit elektrisch erzeugter Wärme vernichten.

Behandeln Sie Unkraut nur so lange, bis die Blätter dunkelgrün werden – es ist nicht nötig, sie zu verkohlen. Da die verholzten Teile der Pflanze hitzebeständiger sind, sollte der Eingriff im frühestmöglichen Stadium der Pflanze erfolgen. Es sind zwei bis vier Behandlungen pro Jahr erforderlich.

10. Sollte Unkraut kompostiert werden?

Seinen eigenen Kompost herzustellen ist eine gute Sache. Oft kommt es jedoch vor, dass Unkräuter durch das schwarze Gold eingeschleppt werden. In professionellen Kompostieranlagen führen hohe Temperaturen zum Absterben von Unkrautsamen und Setzlingen. Im heimischen Garten ist das Innere von Komposthaufen oft nicht warm genug. Häufiges Wenden, mindestens zweimal im Jahr, ist von Vorteil. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, werfen Sie kein Unkraut in den Kompost, das bereits Samen trägt. Am besten lässt du das Unkraut austrocknen, bevor du es auf den Kompost gibst.